Inspiriert von frau mutti kommt jetzt mein
Jahresrückblick:
Januar
Zu Beginn des neuen Jahres haben wir zu zehnt einen Riesenhaufen LARP-Waffen produziert.
Wir entdeckten den Mathrock und hören Battles, vor allem diesen Song: Atlas
Der Neujahrsempfang der Mu-Schule fand in der Malklasse statt, zu diesem Anlass betrat Jürgen Partenheimer die Bildfläche. Das letzte Semester von meinen Studium fängt mit ihm erst so richtig an – und soll dann auch richtig gut werden.
Ich lernte Siebdrucken, und machte die ersten vorsichtigen Schritte in Richtung Diplomarbeit.
Ich kaufte ganz tolle Superschnäppchenstiefel
Und ein wunderbarer Schrank zog in die Küche ein.
Februar
In diesem Monat bespannte ich eine Menge Keilrahmen, grundierte und pinselte los.
Das beste Arbeitsgespräch seit 2005 – Diplomarbeit, let’s go!
Mein Volkshochschulkurs Mal mit! 5-6 fing an und es gab eine Menge Schnee, ich begann mich nach dem Frühling zu sehnen.
Schatzo hatte seinen ersten Arbeitstag in NMS, Oma wurd an der Hüfte operiert und Ende des Monats hatte ich ne ätzende Halsentzündung.

März
Am ersten März häkelte ich (kränklich im Bett) das erste Monster. Der Häkelwahn begann von mir Besitz zu ergreifen.
Feierbert wurde abgewrackt und wir fahren seitdem einen Neuwagen.
Im Kulturamt leitete ich die eine oder andere Kunstaktion, das Sternebemalen für Peterchens Mondfahrt auf der Spiellinie 2009 fing an – und selbst war ich, was die Malerei betraf auch nicht gerade untätig.
Es regnete öfter mal und ich bin nicht gerade Selten durchnässt vom Hundespaziergang wiedergekommen.
Im Trödelladen kaufte ich eine Riesentüte voller Stopfgarn, Stickgarn und Kurzwarenkonvolut.
April
Mein Diplomsemester fing an, es wurde endlich Frühling und Fräulein B und ich wurden Parzellenpächterinnen.
Wieder wurden Keilrahmen bespannt und grundiert, fleißig gemalt und im Kulturamt Kinder bespaßt. Zum Ausgleich bekämpfte ich den Giersch im Garten.
Mai
Im wahrsten Sinne ein Wonnemonat:
Der Garten wurde zum Dschungel, wir pflanzten und säten jede Menge Gemüse, kämpften barfuß gegen Nacktschnecken, grillten ständig, ich bekam Sonnenbrand – es war Frühling und die Sonne schien.
Die Malklasse fuhr nach Kopenhagen um den deutschen Botschafter zu treffen und ins Louisiana zu pilgern.
Max Ernst beeindruckte mich zutiefst, Michael Stipe motivierte mich und in großen Schritten ging’s aufs Diplom zu. Eine schöne Zeit war das. Song des Frühlings: King of Birds
Juni
Diplomprüfung! Glücklich bestanden mit einer 1,7 – ein Grund zu feiern…
Der Garten beglückte uns mit Erdbeeren, Himbeeren und einer Flut von Johannisbeeren.
Schatzo hatte eine Tibiakopfimpressionsfraktur und mußte ins Krankenhaus und operiert werden. Dort wurde er sogar von seinen Eltern besucht, die wie jedes Jahr um diese Zeit mit ihrem Wohnmobil unterwegs waren. Ich fahre seitdem wieder Auto.
Die Kieler Woche nervt zwar – aber ich arbeite jeden Tag auf der Spiellinie in dieser Zeit, die Sonne scheint fast immer. Schatzo lief auf Krücken und ich mußte ihm alles bringen und hinterhertragen.
Juli
Fräulein K’s und Fräulein B’s Diplomprüfungen, mein 28. Geburtstag – wieder genug Gründe zu feiern.
Wir bekamen Besuch von Mischis Verwandschaft aus Berlin und nutzten das herrliche Wetter gern zum grillen.
Ich verarbeitete Berge von roten Johannisbeeren zu Gelee und lernte an der Drehscheibe Gefäße zu töpfern.
Zum letzten mal für mich als Teilnehmerin fand der Rundgang an der Muthesius-Hochschule statt.
Ende Juli rockten die Takh’bork Karn bei glühender Hitze das Drachenfest 2009.
Song des Sommers: Svennebanan
August
Nichtgefeierter Bloggeburtstag…
Das Epic-Empires war noch heißer als das Drachenfest. Ich litt.
Nacktschnecken fraßen unsere Gemüsepflanzen, dafür beschenkten Apfel und Pflaumenbaum uns mit den ersten Früchten.
Krânkluk und ich begleiteten unseren Vader in die Hauptstadt zur Niederländischen Botschaft. Ein neuer Passpoort musste her.
Ich aß ständig Heidelbeeren und buk den ersten und den zweiten Apfelkuchen mit Äpfeln aus dem Garten.
Schatzo gönnte uns endlich ein Autoradio.
Im Kino Inglorious Basterds geguckt und endlich wieder das Malen begonnen.
Ich freute mich riesig über den Regen in diesem Monat und bekam das erste Herbstgefühl.
September
Strandspaziergänge und Wildgehegebesuche.
Ich entschied mich Hartz4 zu beantragen, was mich im Nachhinein echt furchtbar gestresst und deprimiert hat. Eine falsche Entscheidung.
Mit dem Malen geht es kaum voran.
Im Garten wurden die Pflaumen reif und geerntet. Ich aß ständig Pflaumen und buk den ersten und den zweiten Pflaumenkuchen. Außerdem gab es noch das VHS-Kunstfest,die Grundschul-Kulturwoche, jedemenge schöne Blumen und ein Gutspie Earshot Konzert mit Schatzo und Krânkluk.
Ende des Monats ging unser Rechner kaputt und eine unfreiwillige Blogpause begann.
Oktober
Der erste Monat als Nichtstudentin, endlich durfte ich meinen Hartz4-Antrag stellen.Das Jobcenter schickte mich zu einer Maßnahme für Arbeitslose, die sich selbstständig machen wollen. Anfangs war ich echt froh darüber, sah ich doch eine Chance noch was zu lernen. Doch nach zwei Wochen Ideengenerator war mir klar, dass ich kein Big Buisness gründen wollte. Jedenfalls nicht so, wie die das von mir wollten.
Ein Hartz4-Bescheid ließ auf sich warten, Zukunftsängste machten sich breit. Einerseits war ich voller Ideen, andererseits lähmten mich meine finanzielle Lage.
Ich wurde ziemlich krank: Grippe kombiniert mit Magendarmgrippe, knapp 5 Tage lag ich daniederIn dieser Zeit fielen alle Äpfel von den Bäumen im Garten. Als ich wieder halbwegs genesen war, besuchte ich meine weltbesten Freunde in E., um deren Hühner zu bestaunen, während Schatzo und Krânkluk sich mit Römern prügelten. Die Äpfel waren allerdings hinüber.
Am letzten Oktobertag dozierte ich im Atelier de Kleijn zum Thema Malerei mit Acrylfarben – das hat mir unheimlich Spaß gemacht.
November
Der Igitt-Monat ohne Licht. Ich litt darunter. Tapfer arbeitete ich bei schlechtem Licht an zwei Bühnenbildern für ein Kasperletheater, einem Portäit von Küki (dem Lieblingshahn der weltbesten Freunde aus E.), umhäkelten Gläsern als Teelichthalter, diversen Monstern, der Nähmaschine (ein tolles, noch geheimes Projekt wurde geboren – im neuen Jahr geht’s los)…
Wir besuchten Omi und das Grab von Opa und hatten einen köstlichen Abend in einem klitzekleinen Restaurant in I.
Das Jobcenter meldete sich mit einer Vorladung zu einem Gespräch über meine berufliche Zukunft. Ganz einfach ließ sich klären, dass ich keine weiteren Maßnahmen machen brauche. Geld gab’s allerdings vorerst keines, bis ich anfing Druck zu machen. Ich bekam 400 €, dann wurden Schatzo und ich zwangsverheiratet. Wir sollten gemeinsam einen Antrag stellen. Ich habe dieses Jahr bestimmt 5 Mal tierisch geheult wegen dieser beschissenen Hartz4 Geschichte.
Ich nahm Kontakt zu einem Rechtsanwalt auf , um zu klären, wie wir beweisen können, dass wir keine Einstandsgemeinschaft sind.
Dezember
Es ist immernoch viel zu dunkel.
Ich fuhr (mit dem Auto!) und Krânkluk zu den Eltern um Mamas Geburtstag zu feiern und einen Tag später nach E. zu den weltbesten Freunden um Fräulein A’s Geburtstag nachzufeiern. Zwei Brunch-ab-11 Termine. In E. blieb ich dann spontan über Nacht, weil so schön war… bis um halb vier Uhr morgens schmiedeten wir Zukunftspläne… wunderbar. Ich häkelte wie eine Wahnsinnige und endlich traute ich mich das DaWanda-Projekt zu starten. Inzwischen habe ich online schon 3 Verkäufe zu verbuchen. Im real Life sind’s sieben. Insgesamt zehn.
Wir besuchten wieder Omi in I. zum Kaffee. Schatzos ehemalige Chefin schlug ihm ein Zusammenarbeit vor, sobald er selbständig ist. Sie gibt ihm Aufträge und beteiligt sich an der Miete für seine Werkstatt. Weitere Zukunftspläne wurden geboren, Schatzo und ich sind ganz euphorisch (immernoch ein bißchen). Einen Dämpfer bekam das ganze mit der Einsicht, dass eine Zwangsverheiratung durch das Jobcenter unumgänglich ist und mein Bedarf bei ca 200 € liegt. Wie gesagt: Ich hätte ohne Hartz4 mehr Geld als mit.
Ich bastelte töllste Weihnachtspräsente und es gab Schnee.
Samstag hatte Schatzo Geburtstag, gestern haben wir ein bißchen (er eher doll) reingefeiert.
Am 23. fahren wir in den Hegau, um mit Schatzos Eltern Weihnachten zu feiern. Für mich das erste mal ohne meine Familie…
Song des Winters: Song yet to be sung























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